Lebensraumtypen

Code

Bezeichnung

prioritär

3140

Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer mit benthischer Vegetation aus Armleuchteralgen

3220

Alpine Flüsse mit krautiger Ufervegetation

3240

Alpine Flüsse mit Ufergehölzen von Salix eleagnos

4060

Alpine und boreale Heiden

4070

Buschvegetation mit Pinus mugo und Rhododendron hirsutum (Mugo-Rhododendretum hirsuti)

X

6150

Boreo-alpines Grasland auf Silikatsubstraten

6170

Alpine und subalpine Kalkrasen

6430

Feuchte Hochstaudenfluren der planaren und montanen bis alpinen Stufe

6520

Berg-Mähwiesen

7110

Lebende Hochmoore

X

7140

Übergangs- und Schwingrasenmoore

7150

Torfmoor-Schlenken (Rhynchosporion)

7220

Kalktuffquellen (Cratoneurion)

X

7230

Kalkreiche Niedermoore

7240

Alpine Pionierformationen des Caricion bicoloris-atrofuscae

X

8110

Silikatschutthalden der montanen bis nivalen Stufe (Androsacetalia alpinae und Galeopsietalia ladani)

8120

Kalk- und Kalkschieferschutt-Halden der montanen bis alpinen Stufe (Thlaspietea rotundifolii)

8210

Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation

8220

Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation

8340

Permanente Gletscher

9130

Waldmeister-Buchenwald (Asperulo-Fagetum)

9140

Mitteleuropäischer subalpiner Buchenwald mit Ahorn und Rumex arifolius

9180

Schlucht- und Hangmischwälder Tilio-Acerion

X

91E0

Auenwälder mit Alnus glutinosa und Fraxinus excelsior (Alno-Padion, Alnion incanae, Salicion albae)

X

9410

Montane bis alpine bodensaure Fichtenwälder (Vaccinio-Piceetea)

Anhangsarten
(Nach Anhang II und IV der FFH-Richtlinie)

X=prioritär

wissensch.Name

Deutscher Name

Anhang
II

Anhang
IV

Buxbaumia viridis

Grünes Koboldmoos

X

Cottus gobio

Groppe

X

Cypripedium calceolus

Frauenschuh

X

X

Dicranum viride

Grünes Besenmoos

X

Drepanocladus vernicosus

Firnisglänzendes Sichelmoos

X

Euphydryas aurinia

Skabiosen-Scheckenfalter

X

Parnassius mnemosyne

Schwarzer Apollofalter

X

Lebensraumtypen

Naturnahe Fließgewässer sind einem starken Wandel ausgesetzt. Während der Schneeschmelze oder nach sommerlichen Starkregen werden Gesteine unterschiedlicher Größe weitertransportiert. Hierbei entwickeln sich abwechslungsreiche Ufer-, Bach- und Flussbettstrukturen, die als Extremlebensraum nur von angepaßten Tier- und Pflanzenarten besiedelt werden können. Fließgewässer sind der Motor, der die Gesteine, die einst im Meer entstanden, wieder ins Meer zurückschwemmt.</span<><//span<>

Karseen haben sich seit der letzten Eiszeit vor etwa 20.000 Jahren gebildet. An den Hängen unterhalb der Gipfel und Grate fräste das Eis tiefe, steilwandige Mulden in den Felsuntergrund (Kare). Wie natürliche Dämme stauen sich bis heute kristallklare Karseen (z.B. Schrecksee, Seealpsee, Eissee). Unterhalb der Kare fällt das Gelände oft in jähem Sturz zu tiefen Tälern ab, die einst von langsam vorwärts kriechenden Talgletschern gefüllt waren.

Alpine Rasen haben sich bei nur sehr geringer Humusauflage oberhalb der Latschen- bzw. Grünerlenregion an Trockenheit, Kälte und Wind angepasst. Es sind die einzigen natürlichen Grasfluren, die sich ohne menschliche Tätigkeit entwickelt haben. Ein Mosaik geschaffen durch geologischen Untergrund, Geländestruktur, Kleinklima, Windausgesetztheit und Feuchte enthält Nischen für überraschend hohe Artenzahlen von Pflanzen und Kleintieren.

Vogelarten
(nach Anhang I der Vogelschutzrichtlinie)

wissensch.Name

Deutscher Name

Anhang
I

Nachweis/Status

Aegolius funereus

Raufußkauz

X

Brutnachweis

Aquila chrysaetos

Steinadler

X

Brutnachweis

Bubo bubo

Uhu

X

Brutnachweis

Dendrocopos leucotos

Weißrückenspecht

X

Brutnachweis

Dryocopus martius

Schwarzspecht

X

Brutnachweis

Falco peregrinus

Wanderfalke

X

Brutnachweis

Ficedula parva

Zwergschnäpper

X

Brutnachweis

Picoides tridactylus

Dreizehenspecht

X

Brutnachweis

Picus canus

Grauspecht

X

Brutnachweis

Tetrao tetrix ssp. tetrix

Birkhuhn

X

Brutnachweis

Tetrao urogallus

Auerhuhn

X

Population ganzjährig vorhanden (resident)

 

 

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